Ticker Nr. 10, 11.03.2010

BPI: Scheininnovationen aus der Politik

Die Politik habe 2007 eine ruinöse Preisspirale im Bereich der Generika ausgelöst: diese bedrohe die Existenz deutscher Unternehmen, den Wettbewerb und damit absehbar die niedrigen Preise in diesem Arzneimittelsegment, so der Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI) in einer Mitteilung. Anstatt die Fehlentwicklungen in diesem Bereich zu korrigieren, werde jetzt wieder die Pharmaindustrie als Kostentreiber an den Pranger gestellt. Es soll ein noch höherer Zwangsrabatt auf Arzneimittel unter dem Namen Pharmasoli eingeführt werden - dabei liegt das Preisniveau 2009 unter dem von 1983, bewegen sich die Ausgaben für Arzneimittel 2009 im vereinbarten Rahmen, tragen die Arzneimittelhersteller nach Abzug von Mehrwertsteuer und den Vergütungen für Großhandel und Apotheken nur 11 Prozent zu den GKV-Ausgaben bei und melden die Kassen Überschüsse. Zudem haben die Hersteller seit 2002 mehr als sieben Milliarden Euro Zwangsrabatte geleistet. "Hektische Zwangsrabatte und Preismoratorien sind fehl am Platz: Wir fordern endlich Reformen, die einen nachhaltig funktionsfähigen Generikamarkt und eine selbstregulierende Balance zwischen Ausgaben und Innovationen im patentgeschützten Markt sicherstellen", äußert sich Dr. Bernd Wegener, Vorsitzender des BPI, zu den aktuellen Diskussionen.


GKV: 2009 besser als erwartet

Die gesetzlichen Krankenkassen haben nach den jetzt vorliegenden vorläufigen Finanzergebnissen des Jahres 2009 einen Überschuss von rd. 1,1 Mrd. Euro zu verzeichnen, so das Bundesgesundheitsministerium. Den Einnahmen in Höhe von 171,9 Mrd. Euro standen Ausgaben in Höhe von 170,8 Mrd. Euro gegenüber. Die Überschüsse helfen insbesondere den Krankenkassen, die ihren Entschuldungsprozess erst Ende 2007 bzw. Ende 2008 abgeschlossen hatten und nunmehr erstmalig wieder zur Sicherstellung ihrer Zahlungsfähigkeit notwendige Rücklagen aufbauen konnten. Insgesamt gesehen hat sich die Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen somit weiter stabilisiert. Allerdings ist sowohl die Überschussentwicklung in 2009 als auch die Höhe der Finanzreserven bei den einzelnen Krankenkassen sehr unterschiedlich verteilt. Für den Gesundheitsfonds ergibt sich - insbesondere aufgrund der konjunkturbedingten Einnahmenausfälle - ein Defizit in Höhe von 2,48 Mrd. Euro. Dies resultiert aus den auf das Jahr 2009 entfallenden Einnahmen von rd. 164,51 Mrd. Euro und den ebenfalls dem Jahr 2009 zuzuordnenden Ausgaben von 166,99 Mrd. Euro.

In der Summe der Überschüsse der gesetzlichen Krankenkassen und des Defizits des Gesundheitsfonds verbleibt für die GKV insgesamt ein Defizit von 1,4 Mrd. Euro, das insbesondere als Folge der konjunkturellen Entwicklung zu sehen ist. Eine endgültige finanzielle Bilanz der GKV für das Startjahr des Gesundheitsfonds kann erst Ende Juni 2010 nach Vorliegen der Jahresrechnungsergebnisse der Krankenkassen und des Gesundheitsfonds gezogen werden, so das BMG.


Kooperation „gesund leben Apotheken“ überreicht DeutschlandCard-Punkte

Punktlandung in Nürnberg: Hannelore Pfriem freut sich über eine halbe Million Punkte der DeutschlandCard im Wert von 5000 Euro. Barbara Urbschat, Inhaberin der gesund leben-Apotheke „Noris-Apotheke“, überreichte jetzt der Gewinnerin den Punkte-Scheck. Damit ist Hannelore Pfriem eine von bundesweit fünf Gewinnern der DeutschlandCard-Weihnachtsaktion in gesund leben-Apotheken. „Wir freuen uns, dass die Glücksfee eine Kundin unserer Apotheke gezogen hat und wir heute gemeinsam darauf anstoßen können.“ Sagt Barabara Urbschat. Zahlreiche kleine und große Wünsche kann sie sich und anderen jetzt erfüllen: entweder mit Prämien aus dem DeutschlandCard Prämienshop oder auch direkt beim Einkauf bei ausgewählten Partnern der DeutschlandCard. Wahlweise lässt sich mit den Punkten auch Gutes tun: sie können an die Spendenpartner Andreas Gärtner Stiftung, SOS Kinderdorf e.V., Peter Maffay Stiftung, Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe oder Stiftung RTL gespendet werden. Die fünf 500.000-Punkte-Gewinner in den Städten Nürnberg, Dresden, Köln, Hamburg und Berlin wurden unter allen Teilnehmern ermittelt, die im Aktionszeitraum vom 01. bis 24. Dezember ihre Karte bei den teilnehmenden gesund leben-Apotheken eingesetzt hatten. Bereits zu Beginn der Aktion hat die Apothekenkooperation ihrerseits 500.000 Punkte zugunsten des DeutschlandCard Spendenpartners SOS Kinderdorf gespendet.



Tanja Wilcke, Pressesprecherin

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