Beim Test von insgesamt 50 Apotheken erhielten drei Vor-Ort-Apotheken als test-Qualitätsurteil ein „mangelhaft“, ebenso acht Versender. Keine einzige der 23 getesteten Versandapotheken schaffte ein gutes test-Qualitätsurteil, gerade mal vier erreichten, so Stiftung Warentest, ein „befriedigend“. Die Ergebnisse der Vor-Ort- Apotheken waren etwas besser: Sieben erhielten ein „gut“. Durchgängige Qualitätsunterschiede zeigten sich nicht, kommentierte die ABDA die Ergebnisse. Vor kurzem wäre das ZDF-Magazin WISO zudem zu anderen Ergebnissen gekommen. ABDA-Präsident Wolf: "Auch das zeigt: Testkäufe sind immer Momentaufnahmen mit begrenzter Aussagekraft."
Mit zwölf Wirkstoffen aus dem patentfreien Arzneimittelmarkt möchte die AOK ab kommenden Oktober 2010 weitere 200 Millionen Euro während der Vertragslaufzeit über zwei Jahre einsparen. Die mittlerweile fünfte Rabattofferte der AOK ist seit Donnerstag (22.04.2010) im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union ( http://ted.europa.eu/ ) abrufbar. "Die Pharmaunternehmen haben nun bis 07.06.2010 die Möglichkeit, ihre Angebote einzureichen. Das Umsatzvolumen der zwölf Wirkstoffe, darunter auch der umsatzstarke Blutgerinnungshemmer Clopidogrel, lag 2009 im bundesweiten AOK-System bei 280 Millionen Euro", sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvize der AOK Baden-Württemberg, in seiner Funktion als Chefunterhändler der AOKRabattverträge.
„Staatlich verordnete Zwangsrabatte und Preismoratorien sind massive Eingriffe in die Preisgestaltungsfreiheit von Unternehmen, die auf Dauer nicht zu einer marktwirtschaftlichen Politik passen. Sie konterkarieren die Absicht der Politik, die Gesundheitswirtschaft zu einem Wachstumssektor zu entwickeln." Das sagte BDI Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf zur heutigen Entscheidung der Koalitionsfraktionen, den Zwangsrabatt auf Arzneimittel von sechs auf 16 Prozent zu erhöhen und mit einem Preismoratorium zu versehen. Solche Instrumente lähmten die Innovationskraft. Sie bürdeten damit der pharmazeutischen Industrie in den nächsten Jahren 1,2 Milliarden Euro jährlich auf und belasteten damit Unternehmen, die sich in der Krise als Stabilitätsanker erwiesen haben. Zudem werde durch das Vorziehen des angekündigten Zwangsrabatts vom 01.01.2011 auf den 01.08.2010 in das laufende Geschäftsjahr eingegriffen, was jeder Form der Planungssicherheit widerspricht.
"Die Politik sollte stattdessen gute Rahmenbedingungen für ein dauerhaft tragfähiges Gesundheitssystem in Deutschland schaffen, das die Chancen für Wachstum und Beschäftigung nutzt. Dazu gehört auch eine wettbewerbliche Ermittlung von angemessenen Preisen zur Refinanzierung hoher Forschungsaufwendungen und als Anreiz für weitere Innovationen," so Schnappauf. Es liege im Interesse von Versicherten und Patienten sowie von Unternehmen und Volkswirtschaft, durch Wettbewerb und Transparenz die Effizienz und Innovationskraft im Gesundheitssystem zu steigern, statt die Gesundheitswirtschaft durch weitere Regulierung zu erdrücken.
Gründertyp: Franz Ludwig Gehe
Mit der Gründung seines Unternehmens
1835 gehörte Franz Ludwig Gehe zu den Ersten, die Arzneimittel
für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich gemacht haben.
Heute ist GEHE das älteste noch eigenständig existierende
Pharmagroßhandelshaus in Deutschland. Die Entscheidung für die
Gründung war sicher kaufmännisch geprägt, das soziale Engagement
Franz Ludwig Gehes ist jedoch unbestritten, auch sein Anspruch
gegenüber den Apotheken, „der Pharmazie höchst genüge zu
leisten“ ist bis heute gültig.
Franz Ludwig Gehe, ein klassischer Unternehmertyp des 19. Jahrhunderts - der seinen Adelstitel abgelegt hat - erkannte frühzeitig, dass erfolgreicher Handel auch Dienstleistung bedeutet. Er schuf umfassende Arbeitserleichterungen für Apotheken, indem er die zeitaufwändige Rohstoffbeschaffung übernahm und seinen Kunden gereinigte, qualitätsgeprüfte und haltbar gemachte Rohstoffe zur kostengünstigen Weiterverarbeitung anbot. Arzneimittel-Preislisten, Gehe´s Codex, Arzneipflanzenkarten, Eigenmarkenprodukte und vieles mehr, gehörten früh zum innovativen, Angebot des auf Apotheken spezialisierten Unternehmens GEHE.
GEHE Pharma Handel
Hauptverwaltung
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70376 Stuttgart
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