Gerd-Gunther Madry malt oft freitagnachts. Denn am Samstag hat seine Teich-Apotheke in Merseburg nur bis Mittags geöffnet. So kann er beides professionell vereinen: seine Leidenschaft fürs Malen und den Beruf als Apotheker. Ein aktuelles Werk überreichte Madry jetzt in Stuttgart an GEHE-Chef André Blümel. Das Portrait des Firmengründers Franz Ludwig erhält anlässlich des 175-jährigen Firmenjubiläums einen Ehrenplatz in der Hauptverwaltung des Stuttgarter Pharmagroßhändlers.
Das Oeuvre von Gerd-Gunther Madry umfasst inzwischen rund 3000 Gemälde. In aller Regel unverkäuflich, wie er betont, seine Malerei ist private Leidenschaft von Jugend auf. Ausnahmen wie bei GEHE macht der promovierte Apotheker nur selten. Hin und wieder stellt der 60-Jährige auch aus. Am liebsten aber in seiner Apotheke, deutschlandweit die einzige, die zugleich Galerie ist. „Alle messen Blutdruck, aber wer hat schon eine Ausstellung in der Apotheke?!“, sagt Madry. Gibt er einer der zahlreichen Anfragen einmal nach, dann unterstützt ihn die GEHE aus den Niederlassungen in Halle, Dresden und Berlin bei Organisation und Logistik. Große und gute Ausstellungen macht er schon, und lässt sich bei der Auswahl von der Intuition leiten, genau wie bei seinen Bildern. So entstand auch das Portrait Franz Ludwig Gehes aus einer Eingebung heraus: „Den musst Du malen!“ Der Dresdner Kaufmann Franz Ludwig Gehe, der am 7. Mai 2010 seinen 200sten Geburtstag gefeiert hätte, gehörte zu den großen Unternehmerpersönlichkeiten seiner Zeit: innovativ und dem Allgemeinwohl verpflichtet.
Die Schiedsstelle für Arzneimittelversorgung und -abrechnung, bestehend aus Vertretern des GKV-Spitzenverbandes (Spitzenverband Bund der Krankenkassen) und des Deutschen Apothekerverbandes e.V. (DAV), hat für das Jahr 2009 den Apotheken-Abschlag von 2,30 € auf 1,75 € herabgesetzt. Die Einberufung der Schiedsstelle war wegen gescheiterter Vertragsverhandlungen zwischen den beteiligten Verbänden notwendig geworden. Gegen den Schiedsspruch hat der GKV-Spitzenverband vor dem Sozialgericht Berlin Klage erhoben (dort anhängig zu S 73 KR 135/10), die aufschiebende Wirkung entfaltet. Damit die Apotheker bis zur endgültigen Entscheidung über die Klage vorläufig den herabgesetzten Abschlag von 1,75 € für das Jahr 2009 zu Grunde legen können, beantragte der DAV im Rahmen eines Eilverfahrens die Anordnung der sofortigen Vollziehung des Schiedsspruches. Mit seinem Antrag hatte der DAV vor dem Sozialgericht Berlin keinen Erfolg. Der 1. Senat des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg hat die Entscheidung des Sozialgerichts Berlin jedoch mit Beschluss vom 5. Mai 2010 geändert und die sofortige Vollziehung des Schiedsspruches angeordnet (L 1 KR 51/10 B ER). Nach Auffassung des Senats habe die Klage des GKV-Spitzenverbandes gegen den Schiedsspruch nach im Eilverfahren vorzunehmender summarischer Prüfung nur geringe Erfolgsaussichten, so dass der Schiedsspruch sofort vollzogen werden könne. Wie das Bundessozialgericht bereits zum Schiedsamt in Kassenarztsachen ausgeführt habe, obliege es der Schiedsstelle, einen Interessenausgleich zwischen den Beteiligten herbeizuführen. Dafür sei ihr ein Gestaltungsspielraum eingeräumt. Die Entscheidung der Schiedsstelle unterliege daher nur einer eingeschränkten gerichtlichen Überprüfung. Es sei vorliegend nicht erkennbar, dass die Schiedsstelle den Sachverhalt falsch ermittelt oder ihren Gestaltungsspielraum überschritten habe, meldete das Gericht am Montag.
Mit dem Bau und Betrieb einer Apotheke im indischen Kalkutta setzen Celesio und die Hilfsorganisation Ärzte für die Dritte Welt ihre erfolgreiche und nachhaltige Zusammenarbeit fort. Ziel des gemeinsamen Projekts ist die Verbesserung der Arzneimittelversorgung für die Ärmsten der Armen in den Slums der viertgrößten Stadt in Indien. Die Apotheke dient der zentralen Versorgung aller medizinischen Projekte der Ärzte für die Dritte Welt in Kalkutta. Der Bau der Apotheke ist eine konsequente Weiterentwicklung der seit über sechs Jahren bestehenden Kooperation von Celesio und Ärzte für die Dritte Welt. Seit 2004 haben 26 Apotheker aus fünf Ländern über 30 Einsätze von Ärzte für die Dritte Welt mit ihrem pharmazeutischen Fachwissen unterstützt. Schwerpunkt der pharmazeutischen Tätigkeit ist die sichere Arzneimittelversorgung vor Ort. Einsatzgebiete waren bislang Kalkutta und Nairobi.
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