Ticker Nr. 20/21, 27.05.2011

Franz Ludwig Gehe-Preis 2011: Wälder bei Hypergraphen und clevere Ranzen

Wettbewerb „Dresden rockt das Labor“: Schülerinnen und Schüler in drei Altersklassen ausgezeichnet

Mathe-Ass Lisa Sauermann aus der Klasse 12 des Alexander-Nexö-Gymnasiums in Dresden hat Grund zur Freude: Sie ist Preisträgerin des Franz Ludwig Gehe Preises 2011 und gewann die Goldmedaille in der Altersklasse III (11.-12. Klasse). In Ihrer bei diesem Wettbewerb erstmalig vorgestellten herausragenden Arbeit, „Wälder bei Hypergraphen“, entwickelte sie einen neuen mathematischen Satz, inklusive Beweisführung. Lisa Sauermann darf sich auf eine Reise zur königlichen Akademie der Wissenschaften nach Stockholm freuen, mit Besichtigung des Nobel-Museums. Der Preis geht auf eine Anregung des sächsischen Ministerpräsidenten, Stanislaw Tillich, zurück und trägt den Namen des Dresdner Gründers der GEHE Pharma Handel GmbH. Er wurde 2010 anlässlich des 175-jährigen Jubiläums des Unternehmens in Dresden gestiftet.

GEHE hatte die neun besten Projekte in drei Altersklassen zur Finalrunde am Mittwoch in das Stadtmuseum Dresden eingeladen, wo die Schülerinnen und Schülern ihre Arbeiten einer siebenköpfigen Jury präsentierten. In der Altersgruppe I (5.–7. Klasse) gewann Laura Trobsch, Klasse 6a, 76. Mittelschule, die Goldmedaille mit dem praxisnahen Projekt „Der clevere Ranzen“. Das Solarenergie-Projekt „Der Sonnenverfolger“ von Erik und Felix Steinhagen, Marco Nowak und Robert Müller, Klasse 10 der HOGA Schloss Albrechtsberg Mittelschule, gewann in der Altersgruppe II (8.-10. Klasse) den Franz Ludwig Gehe-Preis 2011.

Im Festsaal des Stadtmuseums haben Schulverwaltungsamtsleiter Falk Schmidtgen, der die Schirmherrin, Oberbürgermeisterin Helma Orosz, vertrat, und GEHE-Chef André Blümel am Abend die Medaillen vergeben: „Dresden ist ein Ort des Wissens und Könnens, an dem Wissenschaft und Forschung sich wohlfühlen, weil sie ein wichtiger Teil der Identität der Stadt sind. So heißt es in den Zielen für das Jahr 2025, die die Oberbürgermeisterin Dresdens, Helma Orosz, gesetzt hat. Wir alle wissen, dass Wissenschaft und Forschung Nachwuchs benötigen, damit dieses Ziel erreicht werden kann. Und Wissenschaftler oder Forscher wird man nicht einfach so über Nacht. Dazu braucht es einen starken Willen, große Anstrengungen und viel Wissen und Können. Die Landeshauptstadt Dresden ist deshalb der GEHE Pharma Handel GmbH außerordentlich dankbar für die Stiftung des Franz-Ludwig-Gehe-Preises, werden doch damit Schülerinnen und Schüler aus Dresden besonders motiviert, sich ergänzend zum Unterricht intensiv mit einem Thema zu beschäftigen, erste wissenschaftliche Arbeitsformen anzuwenden und ihr eigenes Können zu erweitern. Gleichzeitig wird damit die Erinnerung an den Dresdner Unternehmer Franz-Ludwig Gehe bewahrt. Die heutige Preisverleihung zeigt, dass Dresdner Schülerinnen und Schüler diese Herausforderung angenommen und bestanden haben“, sagte Schmidtgen.

In seiner Laudatio würdigte André Blümel die hohe Qualität aller eingereichten Arbeiten und der professionellen Vorträge selbst der jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Franz Ludwig Gehe, der sich zeitlebens für die Volksbildung einsetzte, wäre heute genauso erfreut über das Ergebnis unseres Wettbewerbs wie wir. Wir haben unser Ziel erreicht und bei vielen Schülerinnen und Schülern aktives Interesse und Spaß an selbstständigem naturwissenschaftlichen Arbeiten geweckt.“ Blümel dankte der siebenköpfigen Jury, der Stadt Dresden, der Schirmherrin, Oberbürgermeisterin Helma Orosz, dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen für die Idee, der sächsischen Bildungsagentur und allen Helfern, die den Preis möglich gemacht haben. Blümel hob noch einmal das Stadtmuseum Dresden als Partner des Projekts hervor, ohne das der Franz Ludwig Gehe-Preis in dieser Form nicht hätte vergeben werden können.


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