Die Bundesapothekerkammer wehrt sich entschieden gegen die Ideen der Monopolkommission, zum Beispiel dass Versicherte den Apotheker für die Beratungsleistung gesondert bezahlen sollen. Mit diesem Vorschlag will die Monopolkommission einen Preiswettbewerb bei rezeptpflichtigen Medikamenten einführen, der zu uneinheitlichen Arzneimittelpreisen führen würde. Dies meldete die ABDA, Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände. Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer: "Nicht der Geldbeutel darf darüber entscheiden, ob jemand vor der Einnahme eine rezeptpflichtigen Medikaments vom Apotheker umfassend informiert wird oder nicht." Patienten entscheiden heute selbst darüber, in welcher Apotheke sie ihre Rezepte einlösen. Für viele ältere, chronisch kranke und multimorbide Patienten ist der Service-, Leistungs- und Qualitätswettbewerb der Apotheken innerhalb der gesetzlichen Grenzen von großer Bedeutung. Dieser Wettbewerb der Apotheken untereinander werde von der Monopolkommission erheblich unterschätzt, so Fink. Die Apotheken erfüllen einen gesetzlich geregelten Versorgungsauftrag. Sie erhalten für ihre Leistungen nur 2,6 Prozent der GKV-Ausgaben. Die Preise für rezeptpflichtige Arzneimittel gesetzlich geregelt und bundesweit einheitlich. Bei rezeptfreien Medikamenten gibt es einen Preiswettbewerb. Fink: "Medikamente sind ein beratungsbedürftiges Gut. Die Monopolkommission vergisst, dass Preiswettbewerb auch zum unsachgemäßen Mehrkonsum führen kann - das wollen Apotheker als Heilberufler verhindern. Es kann auch nicht im Interesse der Patienten sein."
Über 600 Apotheker aus ganz Deutschland hätten mittlerweile schriftlich ihr Interesse an der Cobox Videoapotheke bekundet. Viele kämen aus strukturschwachen Gebieten in der Bundesrepublik, so die Cobox AG aus Waldsolms in einer Presseinformation. Laut Ulrich Baudisch, Vorstandsvorsitzender der Cobox AG würden de Apotheker ländlicher Regionen die Cobox fordern, um ihren mehrheitlich älteren, immobilen und häufig nicht motorisierten Patienten die teils sehr weiten Wege zur nächsten Apotheke zu verkürzen. Aktuell ist die Cobox nach Firmenangaben an verschiedenen Standorten in Hessen vertreten. Dort werde die pharmazeutische Beratung per Videokonferenz von den Patienten hervorragend angenommen. Cobox will in Hessen weitere Standorte erschließen, andere Bundesländer sollen in den nächsten Wochen folgen.
Kunden sind mit den wohnortnahen Apotheken sehr zufrieden. Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Umfrage der Kommunikationsagentur Faktenkontor unter 1.000 Bundesbürgern. "Wir freuen uns, dass die Verbraucher unser Engagement schätzen und uns ihr Vertrauen schenken", so Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer in einer ABDA-Presseinformation. Die Apotheken würden als Dienstleister von den Deutschen seit Jahren regelmäßig Bestnoten erhalten. Das zeigten Umfragen zum Dienstleistungsindex, die vom Institut für Demoskopie Allensbach ermittelt werden. Vor zwei Jahren setzten sich die Apotheker zuletzt, wie im Jahr 2002, an die Spitze aller Branchen und bauten damals die Zufriedenheitswerte noch einmal aus. Diese Ergebnisse wurden seinerzeit von Umfragen des Magazins Reader's Digest. 86 Prozent der Deutschen hatten damals ein "sehr hohes" oder "ziemlich hohes" Vertrauen zu den Apothekern, die damit in einer Spitzengruppe mit Feuerwehrleuten und Piloten liegen.
Wachstumsmarkt – Wettbewerbsdruck – Weichenstellung. Strategische Optionen für die Apothekenführung: Zum „GEHE FORUM FUTURUM aktiv“ lädt der Pharmagroßhändler von Freitag, 15. Oktober bis Montag, 18. Oktober 2010 nach Lissabon ein. Die Teilnehmer erwarten interessante Fachvorträge zu aktuellen marktrelevanten Themen von ausgewählten, hochkarätigen Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Praxisorientiertes Wissen für den Erfolg in der Apotheke steht im Mittelpunkt des Kongresses. Einzelne Vortragsmodule des FORUM FUTURUM aktiv sind von der Bundesapothekerkammer in der Kategorie 2: Kongress mit 8 Punkten akkreditiert. Anmeldeschluss ist der 6. August 2010. Information und Anmeldung: Gaby Bauer, Tel. 0711-57719653, E-Mail: gabriele.bauer@gehe.de
GEHE Pharma Handel
Hauptverwaltung
Neckartalstraße 131
70376 Stuttgart
Tel: 0711 57719-0
Fax: 0711 57719-400
Internet: www.gehe.de