Bei einem Besuch der Schweriner Niederlassung des Pharmagroßhändlers GEHE konnte sich Manuela Schwesig (SPD), Ministerin für Soziales und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern, am Montag von der wichtigen Rolle des Pharmagroßhandels für die Arzneimittelversorgung in ihrem Bundesland überzeugen. „Der Stellenwert des Arzneimittelgroßhandels für das Gesundheitswesen wird häufig unterschätzt. Wer die Leistungsfähigkeit des gegenwärtigen Systems erhalten will, sollte dem Pharmagroßhandel auch die entsprechende Rahmenbedingungen zubilligen“, sagte Schwesig mit Blick auf die in Berlin anstehende Gesundheitsreform, über die sie mit GEHE-Chef André Blümel diskutierte: „Der Pharmagroßhandel ist für die schnelle und zuverlässige Arzneimittelversorgung der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern unverzichtbar.“ Dies gelte ebenso für die Pandemievorsorge, in der der Großhandel ebenfalls eine wichtige Rolle bei der schnellen Versorgung mit entsprechenden Medikamenten spiele. Sozialministerin Manuela Schwesig und André Blümel vereinbarten, den Dialog auch künftig fortzusetzen. Allein aus der Niederlassung Schwerin werden täglich rund 180 Apotheken mit Arzneimitteln und weiteren Produkten versorgt. Über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen in der Landeshauptstadt sicher, dass die Menschen in Stadt und Land stets optimal versorgt sind. Neben Schwerin betreibt GEHE in Neubrandenburg eine weitere Niederlassung im Bundesland.
André Blümel informierte die Sozialministerin über die sich verändernde Rolle des Unternehmens, das sich in seiner 175-jährigen Geschichte neben dem Handel zu einem wichtigen Dienstleister für Apotheken und Patienten entwickelt hat. GEHE betreibt heute die 2500 Mitglieder starke Apothekenkooperation „gesund leben-Apotheken“ und trägt die Vertriebsverantwortung für DocMorris. Der Besuch endete mit einem Rundgang durch die Niederlassung.
Die AOK unterstützt das Vorhaben der Bundesregierung, Lücken bei der Regelung der Packungsgrößen für Arzneimittel zu schließen. "Es wird höchste Zeit, dass der Wildwuchs mit 49, 56, 98 oder 100 Tabletten in einer Packung geregelt und die therapeutische Gleichwertigkeit dieser Packungen klargestellt wird", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg und Verhandlungsführer der AOK-Gemeinschaft für die Arzneimittelrabattverträge, Dr. Christopher Hermann, in einer Pressemitteilung. Die Ablehnung der vier großen Pharmaverbände gegen die Neuregelung ändere nichts daran, dass der Gesetzgeber hier auf dem richtigen Weg sei, so Hermann. "Die AOK begrüßt ausdrücklich, dass die Bundesregierung mit der Novelle der Packungsgrößenverordnung unmissverständlich regelt, welche Arzneimittelpackungen in den drei Normgrößen (N1, N2, N3) in der Apotheke gegeneinander ausgetauscht werden dürfen", sagt Hermann. "So herrscht abschließend Klarheit für alle Beteiligten und so werden vor allem die Tricksereien von Pharmaunternehmen bei der Umsetzung der Arzneimittelrabattverträge beendet."
Zur Diskussion über Homöopathie hat die Deutsche Homöopathie-Union (DHU), jetzt eine Umfrage vorgelegt. Das Meinungsforschungsinstitut forsa hat bei 2.000 volljährigen Bundesbürgern zum Thema Homöopathie repräsentativ nachgefragt. Im Ergebnis hat demnach knapp jeder zweite Deutsche (45 Prozent) schon Erfahrungen mit Homöopathie bzw. mit der Verwendung homöopathischer Arzneimittel gemacht. 30 Prozent dieser erfahrenen Verwender greifen bei Beschwerden sogar häufig oder fast immer auf homöopathische Arzneien zurück. Die gesamte Verwender-Gruppe ist zu 80 Prozent mit der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Homöopathika zufrieden bis sehr zufrieden, die "Häufig-Verwender" sogar zu 98 Prozent.
Das „GEHE FORUM FUTURUM aktiv“ findet vom 15.10. bis 18.10. 2010 in Lissabon statt. Einzelne Vortragsmodule sind von der Bundesapothekerkammer in der Kategorie 2: Kongress mit 8 Punkten akkreditiert. Anmeldeschluss ist der 6. August 2010. Information und Anmeldung: Gaby Bauer, Tel. 0711-57719653, E-Mail: gabriele.bauer@gehe.de
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