Ticker Nr. 33, 19.08.2010

Eltern dosieren Arzneisäfte häufig falsch

Eltern sollten sich vom Apotheker zeigen lassen, wie sie Arzneisäfte für ihre Kinder korrekt dosieren. Beim Abmessen von Flüssigkeiten kommt es häufig zu unbeabsichtigten Fehldosierungen. Dies zeigt eine Studie aus den USA, bei der 300 Mütter oder Väter gebeten wurden, 5 Milliliter eines Saftes mit verschiedenen Dosierhilfen abzumessen. Besonders ungenau war das Abmessen mit Dosierbechern: Jede vierte Dosis überschritt die gewünschte Menge um mehr als 40 Prozent. Am besten schnitten Tropfer und Spritzen ohne Adapter ab.

"Kinder brauchen oft nur sehr kleine Mengen eines Arzneisaftes. Gerade diese wenigen Milliliter lassen sich aber oft nur schwer korrekt abmessen. Die richtige Dosis ist aber sehr wichtig", so Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Das gilt besonders für Arzneisäfte mit stark wirksamen Substanzen oder großem Risikopotential. Sowohl Unter- als auch Überdosierungen sollten vermieden werden. Zum Beispiel kann es bei einer Unterdosierung eines Antibiotikasaftes zu Resistenzen kommen. Mit einer Überdosierung steigt das Risiko für Nebenwirkungen.


Neues Medikament für Diabetiker

Neuartiger Wirkstoff spült Zucker über die Nieren aus dem Blut. Ein neues Medikament für Menschen mit Typ-2-Diabetes wird voraussichtlich 2012 auf den Markt kommen. Der sogenannte SGLT-Hemmer senkt den Blutzucker, indem er die Zucker-Ausscheidung über die Nieren verstärkt, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".

In Studien konnten Diabetiker ihre Insulindosis deutlich senken, wenn sie einen SGLT-Hemmer einnahmen. Außerdem erleichtert der Wirkstoff die Gewichtsabnahme - denn mit dem Zucker verliert der Körper auch Kalorien.

Informationen über bereits gängige Diabetes-Medikamente gibt es unter www.diabetes-ratgeber.net/medikamente.


Schmerzgele können Lichtempfindlichkeit verstärken

Rezeptfreie Schmerzgele mit dem Wirkstoff Ketoprofen können die Lichtempfindlichkeit der Haut verstärken und zu Hautreaktionen führen. Darüber informiert die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). "Rezeptfrei heißt nicht harmlos. Patienten sollten deshalb ihren Apotheker danach fragen, was bei den individuell benötigten Arzneimitteln zu beachten ist", so Apotheker Dr. Andreas Kiefer, Mitglied der AMK.

Bei der Anwendung von Schmerzgelen mit dem Wirkstoff Ketoprofen sollte die Haut gut vor Licht geschützt werden. Kiefer: "Treten Hautreaktionen auf, sollten Patienten die Anwendung sofort beenden und zusätzlich jeden Verdacht auf eine Nebenwirkung dem Arzt oder Apotheker melden." Wird Ketoprofen nicht vertragen, kann der Apotheker Schmerzgele mit anderen Wirkstoffen empfehlen.

Apotheker empfehlen Patienten, ihre Hände nach jedem Auftragen eines Ketoprofenhaltigen Schmerzgels gründlich zu waschen. Behandelte Hautstellen sollten durch Kleidung vor Sonnenlicht geschützt werden - auch bei bedecktem Himmel. Dieser Lichtschutz sollte nach Beendigung der Behandlung noch zwei Wochen lang beachtet werden. Das Schmerzgel sollte nicht unter Verbänden angewendet werden, die die Haut wasserdicht abdecken (Okklusionsverbände). Ein Abdecken der behandelten Stellen sollte, wenn überhaupt, erst nach dem vollständigen Abtrocknen des Gels erfolgen.

Der Wirkstoff Ketoprofen wird lokal angewendet bei Sportverletzungen wie Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen. Bessern sich die Beschwerden durch das Schmerzgel nach drei Tagen nicht, sollte ein Arzt aufgesucht werden.


Very Heavy Metal

Ines Scholl (25), Projektmanagerin bei GEHE in Stuttgart, nahm nach ihrem Erfolg bei den deutschen Amateur-Meisterschaften der Masters im Schwimmen (fünf Medaillen) im August auch erstmals an der Amateur-Masters-Weltmeisterschaft in Göteborg, Schweden, teil – mit 5.053 Sportlern aus 69 Ländern.

Mit Erfolg: Auch hier konnte sie mit der Staffel zwei Medaillen für ihre Sammlung erobern, Silber in der Disziplin 4 x 50 Meter Freistil, Bronze bei 4 x 50 Meter Lagen. In sechs weiteren Disziplinen kam sie unter die Top-Ten.

Wenn sie nicht gerade trainiert, kümmert sich Ines Scholl bei GEHE um verschiedene Vertriebsprojekte, auch innerhalb der Kooperation „gesund leben-Apotheken“, von der sie unterstützt wird.



Tanja Wilcke, Pressesprecherin

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Tanja Wilcke
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