Ticker Nr. 49, 09.12.2010

Rahmenprogamm Gesundheitsforschung

Das Bundeskabinett hat heute das neue "Rahmenprogramm Gesundheitsforschung" verabschiedet. Es definiert die strategische Ausrichtung der medizinischen Forschung für die kommenden Jahre. Das Rahmenprogramm ist für die Bundesregierung Grundlage der Finanzierung medizinischer Forschung an Hochschulen, Universitätskliniken, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und in der Wirtschaft. "Wir verfolgen dabei die Strategie, die besten Wissenschaftler zusammenzuführen und so die rasche Übertragung des Wissens vom Labor in die Praxis zu fördern. Im Mittelpunkt stehen dabei diejenigen Krankheiten, die die meisten Menschen betreffen, die so genannten Volkskrankheiten", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Zur Erforschung dieser Volkskrankheiten werden sechs Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung gegründet, in denen die jeweils besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hochschulmedizin und außeruniversitären Einrichtungen zusammengeführt und langfristig gefördert werden. Das Deutsche Zentrum für neurogenerative Erkrankungen sowie das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung haben bereits ihre Arbeit aufgenommen. Die vier weiteren Zentren für die Gebiete Infektion, Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs werden im nächsten Jahr gegründet.


BAH-Pressekonferenz: Selbstmedikation muss Zukunft haben

Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) hat an Politik und Marktpartner sowie Zulassungsbehörden den Appell gerichtet, dass Selbstmedikation Zukunft haben müsse. Mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) als Teil der Gesundheitsreformgesetzgebung der Bundesregierung hat der Gesetzgeber beschlossen, dass zukünftig der zusätzliche Nutzen neuer Arzneimittel dokumentiert werden muss. Der BAH-Vorsitzende Hans-Georg Hoffmann: „Wir wollen die Aufmerksamkeit stärker darauf lenken, dass es in Deutschland einen großen Bereich von Arzneimitteln gibt, deren Nutzen und Wirksamkeit seit Jahren erwiesen ist, und die vom Verwender selbst bezahlt werden – und zwar zu einem Durchschnittspreis von 7,69 Euro pro Packung, wobei die meisten Preise noch unter der Mindestrezeptgebühr von fünf Euro liegen. In dem Appell sieht der BAH die Notwendigkeit eines öffentlichen Bekenntnisses der Politik und der Kassen zur Selbstmedikation. Darüber hinaus wiederholt der BAH sein Gesprächsangebot und seine Kooperationsbereitschaft gegenüber den Apothekern und Ärzten, aber auch den Krankenkassen, um gemeinsame Konzepte zur Förderung einer sinnvollen Selbstmedikation zu erarbeiten. Außerdem appelliert der BAH auch an seine Mitgliedsunternehmen nicht müde dabei zu werden, die Bandbreite und die Möglichkeiten der Selbstmedikation stetig zu erweitern und zu verbessern. Schließlich fordert der BAH die Zulassungsbehörden national wie europäisch sowie die dort anhängigen Gremien dazu auf, die regulatorischen Anforderungen an rezeptfreie Arzneimittel mit Augenmaß zu gestalten und umzusetzen.


2010: 10 Mio. Betäubungsmittelrezepte

Die Bundesopiumstelle im Bonner Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gibt in diesem Jahr erstmals über 10 Millionen Betäubungsmittelrezepte an Ärztinnen und Ärzte ab. Damit hat sich die Zahl der Rezepte in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. Mehr als 10% der deutschen Bevölkerung leiden unter chronischen Schmerzen. Insbesondere zur Behandlung tumorbedingter sowie schwerer chronischer Schmerzen sind starke Schmerzmittel unverzichtbar. Diese dürfen nur auf speziellen Betäubungsmittel-rezepten verschrieben werden, die Ärztinnen und Ärzte zuvor bei der Bundesopiumstelle anfordern müssen.


Stichtag 31.12.: gesund leben Kinderwunsch-Initiative „Schwanger werden mit Clearblue“

Große Kinderwunsch-Initiative von gesund leben, Clearblue und der Familienplattform www.urbia.de. Bewerbungsschluss für Apothekenkundinnen ist der 31.12.2010. Im Januar 2011 werden die 200 Paare für den Clearblue-Club 2011 ausgelost und benachrichtigt. Die Kinderwunsch-Bewerberinnen erhalten am Ende der Aktion einen Coupon, der in den gesund leben-Apotheken eingelöst werden kann. gesund leben-Apotheken können an einem Fotowettbewerb innerhalb der Kooperation bis 31.12.2010 teilnehmen und zeigen, was sie aus der Aktion in ihrer Apotheke machen und ein professionelles Team-Fotoshooting gewinnen.



Tanja Wilcke, Pressesprecherin

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