Ticker Nr. 8, 25.02.2010

AOK-Ausschreibung läuft trotz Verbot

Die Vergabekammer des Landes Brandenburg hat am Mittwoch die Ausschreibung der AOK Berlin-Brandenburg zur Belieferung onkologischer Praxen mit parenteralen Rezepturen gestoppt. Der Krankenkasse wurde vorläufig untersagt, eingegangene oder noch eingehende Angebote zu öffnen. Die AOK Berlin-Brandenburg will allerdings an der Ausschreibung festhalten und weiter Angebote entgegennehmen. Eine rechtskräftige Entscheidung wird für Anfang März erwartet. Fällt die Entscheidung zugunsten der AOK aus, sind bis dahin eingegangene Angebote durch Apotheken bindend. Kernfrage des Rechtsstreits ist, ob die Zytostatika-Versorgung eine ausschreibungsfähige Leistung ist. Außerdem stehen untypische Vertragsregeln sowie die Laufzeit der Verträge in der Kritik.


VDEK will sparen lassen

Der Verband der Ersatzkassen (VDEK) sieht Einsparmöglichkeiten im Arzneimittelbereich in Höhe von zwei Milliarden Euro. Dazu sollen Großhandelsrabatte gestrichen, der Kassenabschlag bei 2,30 Euro verbleiben und der Herstellerrabatt erhöht werden. Der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) warnte derweil Bundesgesundheitsminister Rösler (FDP) davor, mit kurzatmigen Kostendämpfungsmaßnahmen den Anstieg der Arzneimittelausgaben beim den gesetzlichen Kassen zu begrenzen. Rösler müsse entscheiden, ob er Nachlassverwalter seiner Vorgängerin Ulla Schmidt (SPD) oder Strukturreformer sein wolle.

Nach ersten Gesprächen mit Vertretern der Spitzenverbände der Krankenkassen und der Verbände der pharmazeutischen Industrie erklärte Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler: "Die Beiträge der Versicherten müssen effizient eingesetzt und mögliche Einsparpotenziale im Arzneimittelbereich gehoben werden. Deutschland hat eines der besten Gesundheitssysteme, in dem der Zugang zu neuen innovativen Arzneimitteln für GKV-Versicherte gesichert ist. In Deutschland sind allerdings auch die Preise von innovativen Medikamenten besonders hoch. Hier wollen wir ran. Wir wollen, dass den Patientinnen und Patienten in Deutschland auch künftig innovative Arzneimittel zur Verfügung stehen. Aber es muss bezahlbar bleiben."


Gesundheitskommission steht

Die angekündigte Gesundheitskommission soll sich im März erstmals treffen. In dieser Woche sind Besetzung und Zeitplan beschlossen worden. Der Kommission gehören, neben ihrem Vorsitzenden Bundesgesundheitsminister Rösler (FDP), Innenminister Thomas de Maiziére (CDU) Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Wirtschaftminister Rainer Brüderle (FDP) Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und Familienministerin Kristina Schröder (CDU) an. Die Kommission soll die kommende Gesundheitsreform vorbereiten.


GEHE Kino-Treff

Im Jubiläumsjahr der GEHE findet an jeweils fünf Samstagen (Start 15.30 Uhr) bzw. Sonntagen (Start 10.30 Uhr) ein GEHE Kino-Treff in ausgewählten Städten Deutschlands statt. Es wird der Naturdokumentarfilm „Unsere Ozeane“ gezeigt, der die Unterwasserwelt aus einer Perspektive erlebbar macht, die bislang unzugänglich war. Abgerundet wird das Programm durch einen begleitenden, interaktiven Erlebnisbereich. Die Veranstaltungen sind auf den Apotheker und seine Familie ausgerichtet, Kinderbetreuung inklusive. Besucher haben die Möglichkeit, sich in entspannter Atmosphäre in einer GEHE-Ausstellung über neue Services und Leistungen zu informieren.

Die Termine: Frankfurt, Samstag, 06. März 2010 Stuttgart, Sonntag, 07. März 2010 Berlin, Samstag, 13. März 2010 Leipzig, Sonntag, 14. März 2010 München, Samstag, 20. März 2010 Nürnberg, Sonntag, 21. März 2010 Düsseldorf , Samstag, 17. April 2010 Osnabrück, Sonntag, 18. April 2010 Hamburg, Samstag, 24. April 2010 Göttingen , Sonntag, 25. April 2010

Informationen und Anmeldung bei Gaby Bauer, Tel. 0711/57719-653 oder per E-Mail: gabriele.bauer@gehe.de.



Tanja Wilcke, Pressesprecherin

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