Ticker Nr.41, 14.10.2010

GEHE schenkt Stadtmuseum in Dresden ein historisches Glas

Aus Anlass des 175-jährigen Jubiläums hat der Pharmagroßhändler und Apothekendienstleister GEHE am Mittwoch in Dresden dem Stadtmuseum ein historisches Glas überreicht. Das kostbare Glas mit einer transparenten Malerei der Stadtsilhouette stammt aus der Zeit der Firmengründung und wurde von einem Dresdner Glasmaler in der Nachfolge und Tradition des berühmten Samuel Mohn gefertigt. Mit der Übergabe des außergewöhnlich schönen und seltenen Stückes an das Museum kann eine empfindliche Lücke in der Sammlung geschlossen werden. Das Glas erhält einen Platz im Eingangsbereich des Museums und wird künftig auf Plakaten und Fahnen abgebildet sein. Die Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum nahm nach der friedlichen Revolution 1989 ihren Anfang, als das nach dem zweiten Weltkrieg im Osten enteignete und nach Stuttgart übergesiedelte Unternehmen in seine Heimat zurückkehrte. Neben dem Aufbau einer Niederlassung in Dresden-Klotzsche zur Versorgung des regionalen Marktes galt das Augenmerk von Beginn an der Pflege verschütteter Traditionen, der Erforschung der Unternehmensgeschichte und der Zusammenarbeit mit örtlichen Partnern. Die Sammlung am Stadtmuseum bereicherten Leihgaben und Schenkungen; wirtschaftshistorische Forschungen erfuhren Unterstützung. Die Wiederherstellung und Pflege der Grabstätten von F. L. Gehe und R. A. Luboldt wurde ebenso in die Hand genommen wie die Unterstützung von Forschungen zur Gehe-Stiftung und -Bibliothek und zur Ehrung des Firmengründers. Eine Ausstellung in der Niederlassung informiert über die Unternehmensgeschichte. Im Frühjahr 2010 wurde in einem Festakt das 175-jährige Jubiläum in Dresden begangen. Das Jubiläum war Anlass zur Auslobung des Schülerwettbewerbes „Dresden rockt das Labor“; seit 2010 trägt zudem eine Dresdner Berufsschule den Namen „Franz Ludwig Gehe“.


Expopharm 2010

Die Fachmesse Expopharm in der vergangenen Woche sei internationaler gewesen als jemals zuvor. Dies gehe aus den ersten Ergebnissen der Besucherbefragung hervor, die die Messeleitung kurz vor Beendigung der Messe veröffentlichte. 15 Prozent der insgesamt 24.500 Besucher aus 40 Ländern sind demnach aus dem Ausland gekommen, mit 17 Prozent der Anteil der Gäste aus Übersee besonders stark gestiegen. Gregor Ulrich, Geschäftsführer der Werbe- und Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker, zieht eine positive Bilanz: "Mit fast 74 Prozent Entscheidungsträgern waren nochmals mehr Top-Entscheider unter den ausländischen Besuchern." 40 Prozent der internationalen Gäste kamen aus Apotheken. Dieser Anteil lag unter den deutschen Besuchern bei rund 60 Prozent. Gut die Hälfte davon waren Apothekerinnen und Apotheker.“


BPI: Quotierte Arzneimittelversorgung ist gleich Rationierung

Die Aufforderung der KV Niedersachsen an die niedergelassenen Ärzte, die Arzneimittelversorgung im letzten Quartal 2010 für ihre Patienten einzuschränken, ist laut Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI) ein weiterer Schritt in Richtung einer Rationierung der medizinischen Versorgung. "Wenn die im AMNOG vorgesehene verschärfte Quotenregelung zur Versorgung tatsächlich kommt, wird nicht mehr nach Notwendigkeit verschrieben, sondern nach Statistik. Dies ist eine inakzeptable Verschlechterung zu Lasten kranker Menschen" erklärte Dr. Norbert Gerbsch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BPI. Die KV hatte die Ärzte aufgefordert, bis Ende des Jahres täglich 99,- Euro bei den Arzneimittelverordnungen einzusparen. Dies sei notwendig, um die vereinbarten Richtgrößen einzuhalten. Schuld sei die Preispolitik der Pharmaunternehmen.


Forsa: Guttenberg vorn

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bleibt der populärste deutsche Politiker. Im neuen Politikerranking des Hamburger Magazins stern, erhielt der CSU-Politiker im Schnitt 63 Punkte. Mit 55 Punkten folgte auf Platz zwei Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Beliebtester SPD-Politiker ist mit 54 Punkten erneut SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Platz 4 belegt Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Am Ende der Skala liegen Linken-Fraktionschef Gregor Gysi, 36 Punkte, und Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP), 34 Punkte. Schlusslicht ist Außenminister Guido Westerwelle (FDP) mit 30 Punkten.



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