Ausgabe 03 / 2021

Diese Rolle spielen Apotheken jetzt in Europa

Viele Länder setzen im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf die Apotheken. Sie sind Impfzentrum und Beratungsstelle oder buchen für ältere Menschen Termine. Oft haben sie schon Erfahrung bei der Grippe-Impfung gesammelt.

Die Corona-Pandemie hat die Apotheken in der ganzen Welt enorm gefordert. Das Jahr 2020 sei gar das herausforderndste seit der Gründung der Pharmaceutical Group of the European Union – dem Zusammenschluss der Apotheker auf EU-Ebene – gewesen, bilanziert der einstige Präsident Duarte Santos. Ein Blick über die Landesgrenze hinweg zeigt, dass in vielen Ländern die Apotheken schon jetzt stark in die Pandemie-Bekämpfung eingebunden sind. Sie beraten nicht nur oder buchen Impftermine in den offiziellen Zentren, sondern impfen auch selbst. Viele können auf Erfahrungen der letzten Jahre zurückgreifen, weil sie schon gegen Grippe impfen. Norwegen lässt das Impfen auf Probe zu, erlaubt es Apotheken zunächst nur bis Anfang 2022 in diesem Bereich aktiv zu sein.

Frankreich

In Frankreich können sich die Menschen seit März in Apotheken impfen lassen. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen die Apotheken-Teams die Impfstoffe sogar selbst verordnen. Das Besondere: Auch Hebammen und Krankenschwestern dürfen die Covid-19-Impfung verabreichen. Die französischen Apotheker können an Erfahrungen anknüpfen. Bereits seit 2019 ist es in Frankreich etwa für Menschen über 65 möglich, sich in einer Offizin gegen Grippe impfen zu lassen. Selbst für eine mögliche Schockreaktion sind sie vorbereitet, spritzen dann wie ein Arzt Adrenalin.

Griechenland

Griechenland hat seine Apothekerinnen und Apotheker extra dafür ausgebildet, Beratungsstelle für die Bevölkerungbei den Themen Covid-19 und Impfen zu sein. Das Trainingsprogrammhat der griechische Apothekerverband Panhellenic Pharmaceutical Association (PFS) organisiert. Zudem sind die Apotheken in Griechenland nun Buchungsstelle für Covid-19-Impfungen. So soll gewährleistet werden, dass auch Bürger einen Impftermin bekommen, die sich mit der Buchung im Internet nicht auskennen.

Irland

Außergewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. In Irland dürfen Apotheker zwar nicht gegen Corona impfen, Grippe-Impfungen nun aber auch außerhalb ihrer Apotheke vornehmen, beispielsweise in privaten Haushalten, Autos, Pflegheimen, Unternehmen oder Gemeinde- und Sportzentren. Warum? Viele Menschen können nun zu Hause bleiben, ohne Gefahr zu laufen, sich auf dem Weg zur Apotheke mit Corona anzustecken.

Italien

In Italien sorgt seit März der General des italienischen Armeekorpses für die Umsetzung der Corona-Maßnahmen. Das Ziel ist es, das Tempo der Impfkampagne deutlich zu erhöhen. Damit dies gelingt, sind nun auch die italienischen Apotheker mit in die Impfkampagne eingebunden. Sie dürfen nach einer kurzen Ausbildung impfen.

Schottland

In Schottland sind Apotheken in der Corona-Pandemie zu Koordinierungs- und Beratungsstellen geworden. Der nationale Gesundheitsdienst National Health Service (NHS) hat es Apothekern erlaubt, bei leichteren Beschwerden wie etwa Hals- und Ohrenschmerzen, Lippenbläschen oder Harnwegsinfektionen die erste Koordinierungs- und Beratungsstelle für die Patienten zu sein. Die Idee dahinter: Schnelle Hilfe, ohne direkt zum Arzt gehen zu müssen. So werden lange Wege und überfüllte Wartezimmer vermieden.

GEHE Pharma Handel GmbH
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