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gesund leben-Beirat und GEHE widersprechen GKV-Spitzenverband

„Krankenkassen möchten funktionierende Strukturen zerschlagen“

Stuttgart, 13. Juni 2018 – Die finanzielle Situation der Krankenkassen in Deutschland ist so gut wie lange nicht. Doch anstatt diese Bedingungen im Sinne der flächendeckenden Arzneimittelversorgung – und damit des Versicherten – zu nutzen, beschloss der Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes am 6. Juni das Positionspapier „Neuordnung der Apothekenstrukturen und -vergütung“. Die Forderung: Die Apotheken- und Großhandelsvergütung müsse drastisch sinken, um mehr als 1,2 Milliarde Euro zu sparen. Der gesund leben-Beirat, als Organ der stärksten Apothekenkooperation Deutschlands, und GEHE halten diese Forderungen für unverantwortlich.

„Nur wem das Patientenwohl nicht am Herzen liegt, fordert derartige Einsparungen“
Der gesund leben-Beiratsvorsitzende Christian Flössner und Apotheker der Saxonia Apotheke in Dresden findet deutliche Worte zum Positionspapier des GKV-Spitzenverbandes: „Das oberste Ziel des GKV-Spitzenverbandes sollte es sein, den Patienten in den Mittelpunkt zu stellen. Einsparungen von mehr als einer Milliarde Euro bei den Apothekern konterkarieren dieses Ziel jedoch zutiefst. Nur wem das Patientenwohl nicht am Herzen liegt, fordert derartige Einsparungen. Offensichtlich möchten die Kassen gut funktionierende Strukturen zerschlagen.“

Der Beiratsvorsitzende von gesund leben hat vor allem in Anbetracht voller Kassen kein
Verständnis für eine Sparforderung: „Die ureigenste Aufgabe der Krankenkassen kann es nicht sein, Geldberge anzuhäufen, sondern die Versorgung der Versicherten zu unterstützen. Absolut kontraproduktiv sind dagegen Forderungen, bspw. das Leistungsspektrum von Apotheken abspecken oder die Öffnungszeiten reduzieren zu wollen. Vielmehr sollten Kassen ihre Anstrengungen im Bereich der Prävention verstärken. Hier kann die Apotheke künftig eine zentrale Rolle einnehmen.“

GKV-Forderungen würden GEHE mehr als 30 Millionen Euro kosten
Auch Dr. Peter Schreiner, Vorsitzender der GEHE-Geschäftsführung, kritisiert das Positionspapier des GKV-Spitzenverbandes scharf: „Die vom GKV-Spitzenverband geforderten Einsparungen würden die GEHE jährlich mehr als 30 Millionen Euro kosten. Auf dieser Basis lässt sich ein zuverlässiger vollversorgender Pharmagroßhandel nicht betreiben.“

Mehr statt weniger: GEHE bekräftigt Forderung nach 96 Cent pro Packung
Seit 2012 hat der Pharmagroßhandel im Rahmen der AMNOG-Sparmaßnahmen mit gesunkenen Margen zu kämpfen. Parallel sind die Anforderungen und damit die Kosten gestiegen. Daher fordert GEHE eine höhere Großhandelsvergütung. „Ganz konkret fordern wir eine Anpassung des Festzuschlags von 70 auf 96 Cent pro Packung sowie die Beibehaltung von 3,15 % auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU). Immerhin wäre ohne uns die Umsetzung der rund 27.000 Rabattverträge, mit denen die Kassen jährlich rund 4 Milliarden Euro sparen, nicht möglich“, so der Vorsitzende der GEHE-Geschäftsführung.

Gesundheitspolitiker haben Patientenversorgung im Fokus
Anders als aktuell der GKV-Spitzenverband, haben sich in der Vergangenheit mehrere Gesundheitspolitiker öffentlich für die Stärkung der flächendeckenden Arzneimittelversorgung in Deutschland ausgesprochen – darunter die Mitglieder im Gesundheitsausschuss Martina Stamm- Fibich („Die geringen Margen des Großhandels haben mich überrascht“) und Tino Sorge („Zusatzaufwände dürfen Patientenversorgung nicht beeinträchtigen“).

Über GEHE
Das pharmazeutische Großhandelsunternehmen GEHE Pharma Handel GmbH ist ein Tochterunternehmen von McKesson Europe. Aus 19 Niederlassungen beliefert GEHE täglich bundesweit Apotheken mit Arzneimitteln und trägt damit zur sicheren Arzneimittelversorgung in Deutschland bei. Über die Apotheken-Kooperation gesund leben, die mit 2100 Mitgliedern und rund 60 Industriepartnern stärkste Apotheken-Kooperation Deutschlands, unterstützt der Stuttgarter Pharmahändler seine Kunden mit Dienstleistungen im Apothekenmanagement und -marketing.

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