Public Affairs

GEHE engagiert sich für gesundheitspolitische Themen. Dabei setzen wir als pharmazeutischer Großhändler auf den konstruktiven Austausch mit politischen Entscheidungsträgern sowie einer Vielzahl von Interessengruppen und Organisationen. GEHE veröffentlicht proaktiv politische Whitepaper, Pressemitteilungen und weitergehende Informationen, um Transparenz in der Zusammenarbeit mit Stakeholdern und Entscheidungsträgern zu gewährleisten.

Jeden Tag aufs Neue stellt GEHE in Zusammenarbeit mit den Apotheken vor Ort sowie den pharmazeutischen Herstellern sicher, dass alle Patientinnen und Patienten ihre Arzneimittel erhalten, wann und wo sie sie benötigen. Damit diese qualitativ hochwertige, flächendeckende und effiziente Versorgung aller Patientinnen und Patienten mit Arzneimitteln auch in Zukunft erfolgen kann, hat GEHE seine politischen Forderungen in einem Positionspapier, einem sogenannten politischen Whitepaper, zusammengefasst. Dieses enthält folgende politische Kernforderungen:


Anpassung der Vergütung des pharmazeutischen Großhandels durch Änderung der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV)

  • Erhöhung des Festzuschlags von 70 auf 96 Cent pro Packung.
  • rechtssichere Fixierung des Festzuschlags als Reaktion auf das BGH-Urteil, indem in der AMPreisV klargestellt wird, dass eine Gewährung von Rabatten durch den pharmazeutischen Großhandel nur bis zur Höhe des gesetzlich festgelegten Höchstzuschlags von 3,15 Prozent auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers möglich ist. Der rabattfähige Höchstzuschlag soll dagegen weiterhin einen Spielraum bei der Preisgestaltung gegenüber den Apotheken gewährleisten, insbesondere für Funktionsrabatte.
  • Beibehaltung der Höhe des Höchstzuschlags von 3,15 Prozent auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmens, bei einer Deckelung auf 37,80 Euro für Arzneimittel ab 1.200 Euro. 
  • Einführung einer jährlichen dynamisierten Anpassung des Festzuschlages. Die Anpassung muss dabei an die Kostenentwicklung des vollversorgenden pharmazeutischen Großhandels bei wirtschaftlicher Betriebsführung angepasst werden.

Einführung einer Informationspflicht über abgeschlossene Rabattverträge

  • spätestens drei Monate vor Vertragsbeginn bzw. vor Ablauf eines Rabattvertrages müssen Krankenkassen der GEHE die auf die Pharmazentralnummer (PZN) bezogenen Informationen für die betroffenen Arzneimittel zukommen lassen. Das bedeutet auch, dass die Hersteller rechtzeitig alle benötigten Informationen an die Informationsstelle für Arzneimittelspezialitäten (IFA) senden müssen.
  • spätestens zwei Monate vor Vertragsbeginn bzw. vor Ablauf eines Rabattvertrages müssen Krankenkassen der GEHE Daten über die zu erwartende Nachfrage bzw. über den zu erwartenden Absatzrückgang beim Auslauf eines Rabattvertrages zukommen lassen.
  • spätestens zwei Monate vor Vertragsbeginn müssen Hersteller ausreichende Mengen der Rabattvertragsarzneimittel bereitstellen, damit GEHE ihren Bestand kontinuierlich aufbauen und die Apotheken pünktlich beliefern kann.
  • entstehende Kosten bei dem pharmazeutischen Großhandel durch verspätete Meldungen müssen durch die Krankenkasse finanziell kompensiert werden, die die Verzögerung zu vertreten hat. 

Aufrechterhaltung einer schnellen und sicheren Verfügbarkeit von Arzneimitteln

  • eine gesetzliche Festlegung der Belieferungsfrequenzen von Apotheken durch den pharmazeutischen Großhandel ist nicht sinnvoll. Es muss GEHE als pharmazeutischem Großhandel überlassen bleiben, Arzneimittel in den darauf ausgelegten Lagern vorrätig zu halten und nach eigenem, der individuellen Situation angepasstem Ermessen sicherzustellen, dass alle Apotheken und damit die Patientinnen und Patienten die benötigten Arzneimittel schnellstmöglich und bedarfsgerecht erhalten. Diese für die Versorgung elementaren Leistungen müssen in der Großhandelsvergütung jedoch nachhaltig berücksichtigt werden.

Hier gelangen Sie zum vollständigen politischen Whitepaper.

Hier finden Sie eine Übersicht zu den für den Apothekenmarkt relevanten Gesetzen.

Ansprechpartnerin

Manuela-Andrea Pohl
Leiterin Public Affairs

Telefon: +49 152 900 52 677
E-Mail: manuela-andrea.pohl@gehe.de